Da waren es 27 weniger...

Mitte der letzten Woche hörte ich schon ein kleines Rauschen im Walde. Zum Wochenende wurde es dann konkreter und zum Beginn dieser Woche wurde es dann wirklich ernst.

 

Einer der großen Landbesitzer im Münsterland, der Freiherr von Twickel, möchte in seinen Wäldern und auf seinen Ländereien keine Geocaches mehr versteckt wissen. Am Sonntag und am heutigen Montag schwappte darum die Welle der Archivierung durchs Münsterland. Schlussendlich wurden 27 Caches mit folgedem Hinweis archiviert:

 

Hallo Cacheowner,

der Grundstückseigentümer hat sich bei uns gemeldet. Er teilte uns mit, dass er keine Geocaches auf seinem Grundstück wünscht.
Aus den Richtlinien: "Du holst Dir die Erlaubnis des Grundbesitzers und / oder der Gemeinde / Kommune ein, bevor Du einen Cache auf Privatbesitz oder Gemeindeeigentum versteckst." Quelle: (http://www.gc-reviewer.de/guidelines/legen-eines-geocaches/)
Dies ist entweder nicht erfolgt bzw. mit der Meldung des Eigentümers widerrufen worden.

Daher wird dieses Listing hiermit archiviert.

Viele Grüße
Dein Reviewer

Tipps & Tricks gibt es auf den Info-Seiten der deutschsprachigen Reviewer :http://www.gc-reviewer.de/

 

Klar kann man nun argumentieren, dass der Reviewer die Caches hätte anzählen können und den Cache erst danach archivieren können. Aber an der Sache hätte das nichts geändert. Der Eigentümer hat sich gegen Geocaches auf seinem Gebiet ausgesprochen und in dem Fall ist eine Vorwarnung überflüssig. Er will es nicht und damit muss der Cache weg.

Welche Gründe der Freiherr für die Entfernung der Caches angeführt hat ist in der Reviewernote nicht erwähnt. Ist ebenfalls nicht nötig, denn das Legen eines Caches bedarf in jedem Fall die Einverständnis der Grundstückbesitzers.

Anders als viele Glauben deckt das allgemeine Waldbetretungsrecht nicht das Verstecken von Geocaches ab

 

Um weiteren Problemen dieser Art aus dem Weg zu gehen, wird es nun mehr als je zu vor wichtig den Passus aus den Guidelines:

Du holst Dir die Erlaubnis des Grundbesitzers und / oder der Gemeinde / Kommune, bevor Du einen Cache auf Privatbesitz oder Gemeindeeigentum versteckst. (Quelle: gc-reviewer.de)

ernst zu nehmen.

 

Hier gilt: Sprechenden Menschen kann geholfen werden. Wer nett fragt bekommt auch eine nette Antwort. So ist zumindest meine Erfahrung.

 

Bleibt abschließend die Frage zu klären, wie wir Geocacher einen passenden Ansprechpartner finden. Dazu haben wir mehrere Möglichkeiten:

  1. Wir sprechen einen Jäger/ Förster an, den wir im Wald treffen.
  2. Wir wenden uns ans örtliche Hegering oder an die entsprechende Kreisjägerschaft.
  3. Wir suchen uns den passenden Ansprechpartner der Forstbetriebsbezirke heraus.

Auch, wenn wir dort nicht direkt den richtigen Ansprechpartner finden, können die Rewierförster bzw. Jagdpächter entsprechende Ansprechpartner nennen.

 

Bleibt alles in allem festzuhalten: Wir müssen mehr reden! Und zwar nicht nur untereinander, sondern viel mehr miteinander. Und besonders mit Grundstückseigentümern.

 

Weitere Gedanken zum Thema gibt es im Blog auf www.geocaching-ms.de

Kommentare   

 
Holger
#2 Holger 2012-04-23 23:04
Na dann frag mal los! Jeder Cache liegt auf Eigentum. Keine Stadt, kein Bund oder Land wird Dir Deine Erlaubnis geben, dessen kannst Du gewiss sein. Der kleinste Teil der bedosten Fläche ist sicher Privateigentum einzelner "Landowner".
Also Quatsch.
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Jens
#1 Jens 2012-04-23 22:20
Da musste ich mir doch glatt mal den Link zur Übersichtsseite der Forstbetriebe im Münsterland "klauen". ;-) Hab diesen Teil der Seite vollkommen übersehen und wurde per Mail mit einer PDF versorgt, die die gleichen Daten liefert.
So ist der Spaß aber viel übersichtlicher und vor allem aktuell!

Danke für den Link und den Artikel! Ich warte auf euren Podcast zu dem Thema! ;-)

Gruß, Jens
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